
Auf den Spuren des Bibers an der Ammer
Im Rahmen des Tags der Artenvielfalt lud die NABU-Gruppe zu einer spannenden Exkursion entlang der Ammer bei Gültstein ein. Gemeinsam mit Biberbeauftragtem Markus Bihler begaben sich die
Teilnehmenden auf die Spuren eines der faszinierendsten heimischen Wildtiere: des Bibers.
Als die Abendsonne langsam tiefer sank und die Ammer in warmes Licht tauchte, führte die Exkursion zu verschiedenen Biberrevieren entlang des Gewässers. Auch wenn sich der scheue Nager an diesem
Abend nicht persönlich zeigte, gab es dennoch jede Menge zu entdecken. Eindrucksvolle Dämme, angenagte Bäume und zahlreiche weitere Spuren verrieten, dass der geschickte Baumeister hier aktiv ist
und die Landschaft nachhaltig prägt.
Mit großer Fachkenntnis und viel Begeisterung erklärte Markus Bihler die Lebensweise des Bibers und seine wichtige Rolle für die Natur. Die Teilnehmenden erfuhren, wie durch Biberdämme neue
Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstehen und wie die Tiere dazu beitragen können, Wasser länger in der Landschaft zu halten.
Besonders interessant waren die Einblicke in die Herausforderungen, die das Zusammenleben von Biber und Mensch mit sich bringt. An konkreten Beispielen erläuterte Markus Bihler die Konflikte
zwischen Biberaktivitäten und landwirtschaftlicher Nutzung sowie unterschiedliche Herangehensweisen im Umgang mit diesen Themen in den Landkreisen Böblingen und Tübingen.
Gerade am Tag der Artenvielfalt wurde deutlich, wie eng die verschiedenen Lebensräume und ihre Bewohner miteinander verbunden sind. Der Biber gilt als sogenannte Schlüsselart, denn seine
Aktivitäten schaffen wertvolle Lebensräume für zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten.
So wurde der Abend nicht nur zu einer spannenden Spurensuche, sondern auch zu einer eindrucksvollen Entdeckungsreise in die Zusammenhänge unserer heimischen Natur. Die NABU-Gruppe bedankt sich
herzlich bei Markus Bihler für die informative Führung sowie bei allen Teilnehmenden für ihr großes Interesse am Naturschutz vor der eigenen Haustür.
Bilder: Werner Deininger




